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Geschrieben von eraiser am Samstag, 27. Februar 2010

Meine Geschichte Hallo alle zusammen!

Ich bin neu auf dieser Seite und möchte kurz meine Geschichte erzählen, die mich seit Monaten nicht mehr ruhig schlafen läßt.

In Stichpunkten: Oktober2008 Scheidung von der Mutter meiner 2 Töchter (nun fast 16 und 12 Jahre alt), Auszahlung des Zugewinns (habe nicht einmal die Hälfte verlangt und von dem erhaltenen Rest auch noch ein Darlehen getilgt), Ex hat bezahltes Haus, komplettes Inventar und Auto behalten. Einen ganzen Tag durfte ich mich freuen, dass ich einen gewissen Grundstock für einen Neubeginn auf dem Konto hatte, da bekam ich ein Schreiben von der Rechtsanwältin meiner Ex, dass ich dieses "Vermögen" für die Unterhaltszahlungen einsetzen solle. Die mündlichen Vereinbarungen mit meiner Ex, dass ich die Hälfte aller gemeinsamen Ersparnisse bekäme, zählte nicht mehr. Wie man sich doch in einem Menschen täuschen kann.Da ich nun aber günstig an ein Wohnhaus gekommen bin und natürlich dementsprechend Ausgaben zu bewältigen habe, holte ich mir rechtlichen Rat. Meine (Ex-)Anwältin hat mich leider von Anfang an falsch beraten. Ich solle mit Ruhe außergewöhnliche Belastungen wie Heizölkauf, Autoreparaturen, Zahnarztkosten von diesem Geld zahlen und dann gibt es eine Abänderungsklage, wenn das Geld aufgebraucht ist, so dass ich nur noch das von meinem Gehalt zahlen müßte, was über dem Selbstbehalt liegt. Leider ohne Erfolg. Alle Ausgaben wurden belegt. Der Richter sieht aber nur, dass ich mir ein Haus gekauft habe und wer soviel Geld hat, soll gefälligst zu 100% Kindesunterhalt zahlen. Keine der außergewöhnlichen Belastungen wurde anerkannt. Ich muss weiterhin die immens hohe Summe zahlen, obwohl das Geld weg ist.

Versteht mich nicht falsch.

Ich will ja zahlen, aber bei meinem Verdienst in einer kleinen Firma ist eben nicht alles drin was verlangt wird. Wir (meine neue Partnerin und ich) haben alles versucht. Sie selbst ist alleinerziehende Mutter eines 9jährigen Jungen und arbeitet mehr als meine Ex, um für den Lebensunterhalt zu sorgen. Natürlich bekommt sie auch Unterhalt vom Kindsvater, was leider nicht immer so war. Sie beißt sich halt durch. Meine Ex verdient locker das Doppelte wie ich - hat also netto noch mehr auf dem Konto bei nur 16 Stunden/Woche Arbeitszeit! Telefonischer Kontakt ist sehr schwierig, da sie mir vorhält "große Sprünge" zu machen, ich "solle gefälligst für 2 Haushalte sorgen", "ich sorge schon dafür, dass du dein Haus verkaufst!"usw. Mittlerweile weiß ich nicht einmal mehr, wie ich den Kühlschrank voll kriegen soll, wenn die Mädels alle 2 Wochen am WE bei mir sind.

Kommt mir bitte nicht mit "Verkauf doch dein Haus!" Um eine Wohnung zu mieten, die mir den Platz bietet, den ich u.a. für die Mädchen brauche, käme ich mit meinen monatlichen Belastungen auf annähernd dieselbe Summe. Im übrigen möchten meine Partnerin+Kind und ich auch irgendwann in nächster Zeit ein gemeinsames Leben in einem gemeinsamen Zuhause starten.

Ich habe nur langsam das Gefühl, dass es in unserem Staat kein Leben für Väter nach der Scheidung gibt. Die Mädchen leiden unter dem ständigen Konflikt und unter der Situation, dass Papa nichts mehr bieten kann.Es tut weh, zu sehen, wie sie sich vor dem Fernseher langweilen. Natürlich weiß ich, dass ich mit meiner Geschichte nicht der Einzige bin, aber gibt es nicht bald mal einen Lichtblick für uns Väter? Ich möchte nicht wie meine Ex, die gesamte Lage auf dem Rücken der Kinder aussitzen. Kann man gar nichts mehr tun? Kann man nur hoffen - was in diesem Falle vergebens ist,- dass die Ex einem Sinneswandel unterliegt und nicht das Geld in ihrem Portemonnaie an erster Stelle steht? Wäre sehr dankbar, wenn mir mal jemand was Aufmunterndes schreiben könnte. Und wenn es auch nur der Satz ist: Mir geht's genauso und ich habe das und das versucht... Danke schonmal im Voraus,

schöne Grüße und ein nettes WE


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